Es wurde eine Querschnittsstudie in der Schweiz durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern aus verschiedenen Quellen im Alltag und der Schlaf-Qualität zu untersuchen.
Die Exposition wurde für jeden Studienteilnehmer durch ein Vorhersage-Modell (Frei et al. 2009) abgeschätzt. Eigene Angaben zur Nutzung von schnurlosen Telefonen und Mobiltelefonen sowie die Daten der Mobilfunk-Betreiber von den letzten sechs Monaten wurden auch in die Analysen eingeschlossen. Die unterschiedlichen Expositions-Abschätzungen wurden in drei Klassen eingeteilt: Teilnehmer mit einer Exposition geringer als der Median (50. Perzentil) als Referenzgruppe, die 10 % am meisten exponierten Teilnehmer (> 90. Perzentil) und die Gruppe dazwischen (50. bis 90. Perzentil).
Es wurden zusätzlich eine Sensitivitäts-Analyse und eine Nichtteilnehmer-Analyse durchgeführt.
Gruppe | Charakteristik |
---|---|
Referenzgruppe 1 | Fernfeld-Exposition im Alltag: < 0,18 V/m (< 50. Perzentil) |
Gruppe 2 | Fernfeld-Exposition im Alltag: 0,18 - 0,21 V/m (50. - 90. Perzentil) |
Gruppe 3 | Fernfeld-Exposition im Alltag: > 0.21 V/m (> 90. Perzentil) |
Referenzgruppe 4 | Fernfeld-Exposition in der Nacht: < 0,02 V/m (< 50. Perzentil) |
Gruppe 5 | Fernfeld-Exposition in der Nacht: 0,02 - 0,09 V/m (50. - 90. Perzentil) |
Gruppe 6 | Fernfeld-Exposition in der Nacht: > 0,09 V/m (> 90. Perzentil) |
Referenzgruppe 7 | Fernfeld-Exposition bei fest installierten Antennen: < 0,04 V/m (< 50. Perzentil) |
Gruppe 8 | Fernfeld-Exposition bei fest installierten Antennen: 0,04 - 0,12 V/m (50. - 90. Perzentil) |
Gruppe 9 | Fernfeld-Exposition bei fest installierten Antennen: > 0,12 V/m (> 90. Perzentil) |
Referenzgruppe 10 | körpernahe Exposition durch Mobiltelefon-Nutzung (selbstberichtet): < 50. Perzentil |
Gruppe 11 | körpernahe Exposition durch Mobiltelefon-Nutzung (selbstberichtet): 50. - 90. Perzentil |
Gruppe 12 | körpernahe Exposition durch Mobiltelefon-Nutzung (selbstberichtet): > 90. Perzentil |
Referenzgruppe 13 | körpernahe Exposition durch Mobiltelefon-Nutzung (Betreiber-Daten): < 50. Perzentil |
Gruppe 14 | körpernahe Exposition durch Mobiltelefon-Nutzung (Betreiber-Daten): 50. - 90. Perzentil |
Gruppe 15 | körpernahe Exposition durch Mobiltelefon-Nutzung (Betreiber-Daten): > 90. Perzentil |
Referenzgruppe 16 | körpernahe Exposition durch Schnurlostelefon-Nutzung (selbstberichtet): < 50. Perzentil |
Gruppe 17 | körpernahe Exposition durch Schnurlostelefon-Nutzung (selbstberichtet): 50. - 90. Perzentil |
Gruppe 18 | körpernahe Exposition durch Schnurlostelefon-Nutzung (selbstberichtet): > 90. Perzentil |
Typ | Wert |
---|---|
Gesamtzahl | 4.000 |
Anzahl geeignet | 3.763 |
Teilnehmerzahl | 1.375 |
Teilnehmerrate | 37 % |
78 % der Studienteilnehmer glaubten, dass es Personen gibt, die gesundheitliche Beeinträchtigungen wegen einer Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern haben, 18,2 % schrieben ihre eigenen Gesundheitsbeschwerden der Exposition zu und 8,1 % bezeichneten sich selbst als elektrosensibel.
Die Prävalenz einer übermäßigen Tagesschläfrigkeit betrug 29,5 %. Starke Schlafstörungen wurden von 9,8 % der Teilnehmer berichtet. Es wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen übermäßiger Tagesschläfrigkeit oder starken Schlafstörungen und verschiedenen Expositions-Abschätzungen beobachtet.
Die Autoren schlussfolgerten, dass die Ergebnisse nicht auf eine Störung der Schlaf-Qualität durch die Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern aus verschiedenen Quellen im Alltag hinweisen.
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