Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) hat die lange erwarteten Richtlinien zur Begrenzung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern (auf Englisch) zum Schutz vor hochfrequenten elektromagnetischen Feldern im Bereich von 100 kHz bis 300 GHz veröffentlicht. Die Richtlinien decken viele Anwendungen ab, wie z.B. 5G-Technologien, WiFi, Bluetooth, Mobiltelefone und Basisstationen. Diese Publikation ersetzt den 100-kHz-300-GHz-Teil der Hochfrequenz-Richtlinien der ICNIRP (1998) sowie den 100-kHz-10-MHz-Teil der Niederfrequenz-Richtlinien der ICNIRP (2010).
Auf der ICNIRP-Homepage finden Sie weitere Informationen sowie eine FAQ-Liste und eine Erklärung der wesentlichen Unterschiede zwischen den früheren und den aktuellen Richtlinien (alle Links nur auf Englisch verfügbar).
Der von der Internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) organisierte 9. Internationale NIR (Nichtionisierende Strahlung)-Workshop, der ursprünglich vom 6.–8. Mai 2020 in Seoul, Korea stattfinden sollte (EMF-Portal-News vom 07.05.2019), wird aufgrund der derzeitigen Sars-CoV-2-Virus (Coronavirus)-Epidemie auf unbestimmte Zeit verschoben.
Informationen zu den weiteren Entwicklungen werden auf der ICNIRP-Homepage (auf Englisch) und hier im EMF-Portal bekannt gegeben.
Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat einen Review der zwischen 2008 und 2018 publizierten Literatur zu hochfrequenten Feldern und Krebs veröffentlicht (auf Englisch). Die Ergebnisse unterstützen die Feststellung der FDA, dass es keine konsistente oder belastbare wissenschaftliche Evidenz für Gesundheitsprobleme durch die Exposition bei hochfrequenten Feldern von Mobiltelefonen gibt.
Die Deadline zur Einreichung von Abstracts für die BioEM 2020 in Oxford, UK, wurde bis zum 9. Februar 2020 verlängert.
Besuchen Sie die Homepage der BioEM 2020 (auf Englisch) für weitere Informationen.
Die gemeinsame Jahrestagung 2021 der Bioelectromagnetics Society (BEMS) und European Bioelectromagnetics Association (EBEA) findet vom 13.–18.6.2021 in Honolulu, Hawaii statt.
Lesen Sie die offizielle Bekanntgabe auf der Homepage der BEMS (auf Englisch).
Das Strahlenschutzprogramm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beinhaltet ein laufendes Projekt zur Bewertung der potenziellen gesundheitlichen Wirkungen der Exposition bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. Dazu wurden letztes Jahr 10 Themen für systematische Reviews identifiziert, für welche sich Forscherteams bei der WHO bewerben konnten (siehe EMF-Portal-News vom 09.10.19). Nun wurde bekanntgegeben, dass für drei Themen weiterhin Teams zur Bearbeitung gesucht werden. Die Bewerbungsfrist wurde bis zum 7.2.2020 verlängert.
Weitere Informationen finden Sie auf der WHO-Homepage (auf Englisch).
Die gemeinsame Jahrestagung 2020 der Bioelectromagnetics Society (BEMS) und European Bioelectromagnetics Association (EBEA) findet vom 21.–26.6.2020 in Oxford, UK statt. Ab sofort können Abstracts für Poster und Vorträge eingereicht werden. Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage der BioEM 2020 (auf Englisch).
Die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) wählt gemäß ihrer Statuten alle vier Jahre die Mitglieder ihrer Kommission. Nach einer Ausschreibung für Nominierungen an die Mitglieder der Kommission, der IRPA (Internationaler Strahlenschutzverband) und seiner Gesellschaften sowie nationaler Strahlenschutzbehörden (siehe News vom 23.05.2019) fand die Wahl auf der Jahreshauptversammlung der ICNIRP vom 19. bis 20. November 2019 in München statt. Für die Amtszeit 2020-2024 wurde Rodney Croft (Australien) zum neuen Vorsitzenden und Eric van Rongen (Niederlande) zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neue Mitglieder sind Tania Cestari, Nigel Cridland, Anke Huss und Ken Karipidis. Maria Feychting (stellvertretende Vorsitzende 2012-2020) und Adèle Green scheiden aus der Hauptkommission aus. Zenon Sienkiewicz verlässt ebenfalls die Hauptkommission.
Weitere Informationen und eine Auflistung aller Kommissions-Mitglieder finden Sie auf der ICNIRP-Homepage (auf Englisch).
Eine Expertengruppe hatte der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) im Frühjahr 2019 empfohlen, die mit hochfrequenten Feldern verbundenen Krebsrisiken mit hoher Priorität neu zu bewerten (siehe News-Artikel vom 24.04.2019). Der vollständige Bericht zu den empfohlenen Prioritäten für die IARC-Monographien in den Jahren 2020-2024 ist nun auf der Website der IARC verfügbar (auf Englisch). Zum Thema nicht-ionisierende Strahlung gibt es folgende Empfehlungen (S. 148-149): Hohe Priorität für eine Neubewertung hochfrequenter EMF innerhalb von 5 Jahren und keine Empfehlung für eine Neubewertung von extrem niederfrequenten Magnetfelder.
Das Journal Environmental Health hat einen systematischen Review des femu und der NTNU (Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegen) mit dem Titel „Methodological limitations in experimental studies on symptom development in individuals with idiopathic environmental intolerance attributed to electromagnetic fields (IEI-EMF) – a systematic review“ veröffentlicht (zu Deutsch: „Methodische Einschränkungen in experimentellen Studien zur Symptom-Entwicklung bei Individuen mit idiopathischer Umweltintoleranz, die auf elektromagnetische Felder zurückzuführen ist (IEI-EMF) - ein systematischer Review"). Das Ziel des Reviews war es, methodische Einschränkungen in experimentellen Studien zur Entwicklung von Symptomen bei elektrosensiblen Personen zu identifizieren, die zu falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen beigetragen haben könnten. In vielen der 28 eingeschlossenen Studien wurden methodische Einschränkungen gefunden, die entweder das Auffinden von falsch-positiven Ergebnissen oder die Maskierung von realen Wirkungen der Exposition begünstigt haben könnten. Insgesamt deutete die Evidenz jedoch darauf hin, dass es keine Wirkungen einer Exposition gab. Wenn in Zukunft weitere experimentelle Studien durchgeführt werden sollten, sollten diese vorzugsweise auf individueller Ebene durchgeführt werden. Außerdem sollten die Risiken für Bias im Studiendesign minimiert werden.
Der Artikel ist über das EMF-Portal, über die PubMed und auf der Homepage von Environmental Health zu finden (auf Englisch).
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